Äthiopien im Überblick Die Kulturzentren an der Historischen Route Drei Tage in Lalibela Zeitsparende Inlandsflüge

Reisenummer 68382

Themen

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Äthiopien – Das Dach Afrikas

  • Äthiopien im Überblick
  • Die Kulturzentren an der Historischen Route
  • Drei Tage in Lalibela
  • Zeitsparende Inlandsflüge

Eine Rundreise wie ein History-Thriller in einer dramatischen Landschaft. Dort, wo die Berge hoch zum Himmel aufragen, wo die Flüsse sich durch tiefe Schluchten ihre Wege bahnen, leben stolze Menschen, die sich als Einzige in Afrika dauerhaft den Kolonialmächten widersetzen konnten. In diesem Land erkunden Sie von Engeln erbaute Kirchen, berühren die Wiege des Christentums, erforschen den Aufbewahrungsort der Bundeslade - und begegnen einer drei Millionen Jahre alten Frau. Dieses Abenteuer bringt Sie zum Ursprung der Menschheit und zur Quelle des Elixiers, das sie täglich antreibt: traumhaft guter Kaffee.

MAP Karte

Reiseverlauf

1. Tag: Flug nach Äthiopien

Am späten Abend Flug mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nonstop nach Addis Abeba (Flugdauer ca. 6,5 Std.).

2. Tag: Addis Abeba

Morgens landen Sie in Addis Abeba, wo Ihr Marco Polo Scout Sie erwartet. Erst mal zum Hotel und frühstücken. Dann gestärkt auf Citytour in der mit 2350 m Höhe vierthöchst gelegenen Hauptstadt der Welt und Startschuss zu Ihrer Rundreise: Chaos, Gelassenheit und Dynamik, Bretterbuden und Bankpaläste. Im Nationalmuseum treffen wir Lucy: 3,2 Millionen Jahre alt und immer noch top in Form. In Äthiopien spielen die Anfangskapitel der Menschheits-, aber auch der Kaffeegeschichte: Eine erste Kostprobe gibt's im Museumscafé. Beim Welcome-Dinner steht das Nationalgericht auf dem Tisch: Injera, Fladen aus Zwerghirse, mit würzigen Saucen.

3. Tag: Addis Abeba - Axum

Morgens Flug nach Axum – heute Kleinstadt, in der Antike Kulturmetropole und erste christliche Hauptstadt der Welt. Für die äthiopisch-orthodoxen Christen bis heute der heiligste Ort auf Erden. Ein Ort voller Geheimnisse für alle anderen. Regierte hier die sagenhafte Königin von Saba? Wird in der Kirche der heiligen Maria von Zion tatsächlich die israelitische Bundeslade mit den Gesetzestafeln des Moses gehütet? Reinschauen streng verboten. Glauben erlaubt. Noch ein Rätsel der Geschichte: Wer errichtete die 30 m hohen Steinsäulen rund um die Stadt? Wie und warum? Vielleicht grübeln Sie am Spätnachmittag bei einem äthiopischen Hirsebier weiter. Zwei Übernachtungen in Axum.

4. Tag: Adua und Yeha

Markttag in Adua: Völkerwanderung zum Markt, manche Besucher auf Eseln, die meisten zu Fuß. Henna, Kaffeebohnen und bunte Gewänder stapeln sich. Ziegen und Kühe wechseln unter lautstarkem Feilschen die Besitzer. Und wir sind dabei, sind Teil des Spektakels. Dann wird es wieder mystisch: Der Mondtempel von Yeha trotzte 25 Jahrhunderte den Naturgewalten. Das älteste Bauwerk des Landes? Genauso geheimnisvoll nebenan: Abba Aftse, wo Archäologen immer noch über Inschriften rätseln.

5. Tag: Axum - Lalibela

Vormittags Flug nach Lalibela. Inmitten grandioser Bergwelt liegt in 2400 m Höhe der bedeutendste Pilgerort der äthiopischen Christenheit, in den die Pilger zu den Festen von weit her kommen. Nachmittags sammeln wir mit dem Scout schon mal erste Eindrücke von diesem nahezu mystischen Ort. Und bevor sich die Nacht tiefschwarz über Lalibela senkt, nehmen wir live an einer äthiopischen Kaffeezeremonie teil. Drei Übernachtungen in Lalibela.

6. Tag: Lalibela

Elf Kirchen ließ König Lalibela bauen – von Engeln, behaupten die Äthiopier. Engelswerke? Auf jeden Fall Wunderwerke, in einem einzigen Stück in den roten Tuffstein gehauen. Also Taschenlampe nicht vergessen, wenn wir ins mystische Halbdunkel hinabsteigen und uns durch lange Gänge, Gräben, Tunnel und Felsbrücken von Kirche zu Kirche tasten. Symbole, Malereien, heilige Stille. An Festtagen unterbrochen von den Gesängen der in farbige Gewänder gehüllten Priester. Wir kraxeln weiter, dem Höhepunkt entgegen: die St.-Georgs-Kirche, die uralt und unerschütterlich im Felsgraben steht.

7. Tag: Lalibela

Ein Tag für Ihre persönlichen Entdeckungen. Einfach die spirituelle Atmosphäre aufsaugen oder die Kirche von Kaiser Yemrehane Krestos suchen? Dafür holpern Sie in Minivans durchs wilde Bergland, wo sich diese erste aus Stein gehauene Kirche Äthiopiens versteckt (39 €). Auch der Weg ist ein Ziel.

8. Tag: Lalibela - Gondar

Ausschlafen. Dann mittags kurzer Flug mit grandioser Aussicht auf die Bergwelt Äthiopiens nach Gondar, der alten Residenzstadt. Schlösser, Burgen, Kirchen hinter mächtigen Mauern erinnern an eine kaiserliche Vergangenheit. Bescheiden von außen, bildgewaltig innen: das Kloster Debre Berhan Selassie. Geflügelte Schutzengel lächeln von den Decken, die Wände randvoll mit Bibel-Comics. Nachmittags können Sie Gondar in Eigenregie erkunden – mit dem Badjaj zum Beispiel, der äthiopischen Motorradrikscha. Zum Sundowner auf der Hotelterrasse sollten Sie zurück sein. Einen Versuch wert: der neue äthiopische Wein. Zwei Übernachtungen in Gondar.

9. Tag: Semienberge

Der Tag gehört Ihnen. Oder begleiten Sie Ihren Scout auf einen Ausflug in die Semienberge (45 EUR)! Auf der Fahrt legt sich der Bus kräftig in die Kurven. Eine Landschaft mit Wow-Faktor: das wilde Äthiopien der Felswände, Tafelberge, Canyons und Wasserfälle. Fernglas und Kamera gehören unbedingt in den Rucksack für dieses Spektakel der Superlative. Um den imposantesten Fotomotiven näher auf die Pelle zu rücken, ist immer mal wieder ein kleiner Fußweg eingeplant. Während über Ihnen die Bartgeier kreisen, lässt sich vielleicht der höchste Gipfel Äthiopiens blicken, der Ras Daschän (4550 m). Ganz sicher die Könige der Semienberge: Blutbrustpaviane mit einer Mähne wie Tina Turner, die nur im äthiopischen Hochland leben. Routinierte Fotomodelle!

10. Tag: Gondar - Bahar Dar

Auf der Fahrt um den Tanasee immer wieder Dörfer und Viehherden. Und Menschen zu Fuß unterwegs – oft barfuß und im Laufschritt. Bei diesem Training kein Wunder, dass äthiopische Langstreckenläufer kaum zu schlagen sind. Im Dorf Awramba probt man das Zusammenleben ohne Religion, aber mit gleichen Rechten und gleichem Einkommen für alle. Erfolgreich? Sehen Sie selbst! Am Nachmittag dann noch ein Naturspektakel: die dampfenden Wasserfälle des Blauen Nils. Den Beweis, dass Sie tatsächlich am Nil sind, liefert der Hippo-Pool auf dem Weg nach Bahar Dar: Echte Nilpferde recken ihre massigen Köpfe aus dem Wasser.

11. Tag: Rückflug von Bahar Dar

Entdecken Sie Bahar Dar auf eigene Faust. Vielleicht einfach losziehen – mit Zeit für die kleinen, ganz persönlichen Abenteuer unterwegs. Oder begleiten Sie Ihren Scout per Boot über den Tanasee zur Halbinsel Zeghie (42 €, inkl. Picknick) mit ihren Klöstern, den spirituellen Zentren des äthiopischen Christentums. Außen strohgedeckte Rundbauten, innen ein einziger Farbrausch. Die Bildergeschichten verraten auch den einen oder anderen Trick: zum Beispiel, wie Menschenfresser doch noch in den Himmel kommen ... Nach dem Abschiedsessen abends Flug mit Ethiopian Airlines nach Addis Abeba und gegen Mitternacht Weiterflug nach Frankfurt (nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.).

12. Tag: Ankunft in Frankfurt

Am frühen Morgen Landung in Frankfurt.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Linienflug (Economy) mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nach Addis Abeba und zurück von Bahar Dar; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Inlandsflüge (Economy) mit Ethiopian Airlines lt. Reiseverlauf
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 100 €)
  • Transfers, Ausflüge und Fahrten mit landesüblichen Bussen und Kleinbussen
  • Unterbringung im Doppelzimmer mit Dusche/Bad/WC in den genannten Hotels
  • Mahlzeiten wie im Tagesprogramm spezifiziert (F=Frühstück, A=Abendessen)
  • Eintritte und Nationalparkgebühren (ca. 150 €)
  • Klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten
  • Reiseliteratur (ca. 20 €)
  • Deutsch sprechende Marco Polo Reiseleitung

Nicht enthaltene Extras: Zusätzliche Ausflüge und Veranstaltungen, die als Gelegenheit, Möglichkeit oder Wunsch beschrieben sind.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass und Visum erforderlich, das online beantragt und am Flughafen von Addis Abeba ausgestellt wird (ca. 50 €, bei Einreise zu zahlen). Keine Impfungen vorgeschrieben.

Was gehört unbedingt in den Koffer?

- Taschenlampe mit Ersatzbirne und -batterien

- Staubschutz für Gesicht und Haare (Kopftuch oder Turban)

- Regenschutz (da es auch außerhalb der Regenzeit regnen kann)

- Insektenschutzmittel (bewährt haben sich „No-Bite“ und „Anti-Brumm“)

- Einmalwaschlappen (falls Wasserversorgung zeitweise unterbrochen)

- Handtuch

- Feuchtigkeits- oder Desinfektionstücher

- Badeschuhe (aus hyg. Gründen)

- Leinenschlafsack (aus hyg. Gründen)

- Taschenmesser (nicht im Handgepäck mitnehmen!)

- Sonnenschutzmittel (in Äthiopien so gut wie nicht erhältlich)

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Äthiopien benötigen Deutsche einen mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepass mit mindestens einer freien Seite und ein Visum.
Bei Einreise über die internationalen Flughäfen Bole (Addis Abeba) oder Dire Dawa ist die Beantragung eines Transit- oder Touristenvisums vor Ort am Flughafen möglich (Gebühr z. Zt. 50,- bis 80,- US-$ bzw. 45,- bis 72,- €). Dies gilt für deutsche, österreichische und schweizer Staatsangehörige. Das Visum ist vor Ort zu bezahlen und wird mit einer Gültigkeit von einem Monat bis maximal drei Monaten ausgestellt.
Die Infrastruktur am Flughafen ist allerdings nicht geeignet, eine hohe Zahl ankommender Touristen schnell und problemlos mit Einreisevisa auszustatten. Mit langen Wartezeiten muss daher gerechnet werden. Bitte halten Sie dazu am besten gleich den passenden Betrag bereit.
Deutsche Touristen können die Einreisegenehmigung auch vorab auf www.evisa.gov.et für rund 45 Euro beantragen. Der elektronische Service gilt nur für Urlaubsreisen.
Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Wir bitten Sie, sich ggf. in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen.

Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise

Damit Sie Ihre Reiseentscheidung frei von wirtschaftlichen Überlegungen treffen können, bieten wir Ihnen - in Erweiterung unserer Allgemeinen Reisebedingungen - bei Reisen nach Äthiopien das Recht, Ihre Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf einen späteren Reisetermin oder ein anderes Reiseziel umzubuchen.

Sicherheit geht vor!

Ergänzend zu den allgemeinen Sicherheitsinformationen in den Ländereinleitungsseiten unserer Kataloge übersenden wir Ihnen eine detailliertere Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihres Reiselandes sowie den aktuell geltenden Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes.
Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in Äthiopien zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zu Äthiopien. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.
Die äthiopische Regierung treibt die Modernisierung des Landes und den Ausbau der Wirtschaft energisch voran, gelegentlich auch gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung. In den letzten Jahren kam es deshalb in verschiedenen Landesteilen immer wieder einmal zu Auseinandersetzungen, teilweise auch gewaltsamen, die von Sicherheitskräften rücksichtslos unterbunden wurden. Gegen Touristen richteten sich die Protestaktionen aber in keinem Fall. Deshalb sieht das deutsche Auswärtige Amt derzeit auch keinen Grund, von Reisen auf den touristischen Hauptrouten abzuraten. Randgebiete, in denen die Sicherheitslage kritisch ist, werden von Studiosus nicht angeboten. Dies gilt für die Grenzgebiete zu Somalia, Eritrea, Sudan und Südsudan und für die Danakilsenke in der nördlichen Afar-Region.
Neben dem allgemeinen Hinweis, politische Demonstrationen und Kundgebungen zu meiden, halten wir eine besondere Vorsicht in der Hauptstadt Addis Abeba für angebracht. Als Vorsichtsmaßnahme werden wir deshalb in Addis Abeba auf den Besuch des Marktviertels Mercato verzichten und bei unseren Rundfahrten nicht in der Nähe von Regierungsgebäuden halten.
In ganz Äthiopien haben wir unsere Tagesetappen so geplant, dass Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden. Zudem fordern wir unsere Reiseleiter zu erhöhter Wachsamkeit auf. Im Interesse Ihrer Sicherheit bitten wir Sie, die Ratschläge zu beachten, die Ihnen Ihr Reiseleiter zu Beginn der Reise gibt.
Unsere Erfahrung zeigt, dass umsichtiges Verhalten Ihrerseits und eine gut geplante und in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner organisierte Reise größtmögliche Sicherheit bietet. Sie dürfen davon ausgehen, dass Ihre Reise zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Landes weitgehend problemlos verlaufen wird.
Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Marco Polo-Team
Stand: 16. Januar 2019

Sicherheitshinweis

Äthiopien
Aktuelle Hinweise
Im Grenzgebiet der Oromo- und Somali-Regionen kommt es schon seit Anfang 2017 verstärkt zu gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. In Moyale sind aufgrund ethnisch motivierter Auseinandersetzungen seit dem 10. Dezember 2018 zahlreiche Todesopfer zu beklagen. In Jijiga gab es Anfang August 2018 Schießereien zwischen lokalen und nationalen Sicherheitskräften sowie Plünderungen und Gewalt durch Jugendgruppen. Auch Dhegahbur ist von dem Gewaltausbruch betroffen. Im Dezember 2018 kam es zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz zu Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und den Sicherheitskräften. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen.
Reisenden wird empfohlen, diese Gebiete zu meiden. In anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar sind Reisende zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Ebenfalls rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
Reisenden wird geraten, Demonstration und größere Menschenansammlungen zu meiden, Reiserouten bzw. den Aufenthaltsort entsprechend anzupassen und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
In den vergangenen Jahren gab es vereinzelte Bombenanschläge bzw. Anschlagsversuche in Äthiopien, wie im Januar 2017 vor einem Hotel in Bahis Dar und im April 2017 in Gondar. In Addis Abeba und im Land verstreut werden regelmäßig Waffenlager und –transporte durch die Sicherheitsbehörden festgestellt.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Äthiopien auch zukünftig Ziel von Anschlägen sein wird. Dies gilt auch angesichts des militärischen Engagements Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab, die regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder ausstößt. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU), erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.
Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, geraten. Dies gilt auch für größere Hotels. Dabei sollte auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z. B. Taschen, Pakete oder Textilbündel, geachtet werden. Vorsicht ist auch bei der Teilnahme an Großveranstaltungen angeraten. Das eigene Verhalten sollte möglichst unauffällig sein. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Innenpolitische Lage
Der im Februar 2018 ausgerufene Notstand wurde am 5. Juni 2018 vorzeitig beendet. Der Ausrufung des Notstands waren Massendemonstrationen, gewalttätige Streiks, Straßenblockaden und teils gewaltsame Proteste gegen die äthiopische Regierung, überwiegend in der Region Oromia und auf den Hauptstraßen in der Umgebung von Addis Abeba, vorausgegangen. In den Randgebieten des Landes kommt es aber immer wieder zu Zwischenfällen.
Reisende sollten Demonstrationen und Menschenansammlungen stets meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften Folge leisten.
Grenzgebiet zu Eritrea
Von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.
Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.
Es wird davon abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea sowie die Öffnung der Grenze im September 2018 hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.
Grenzgebiet zu Somalia
Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten. Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Es kommt auch grenzüberschreitend zu größeren Truppenbewegungen.
Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia sollten aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden unternommen werden.
Grenzgebiet zu Sudan und Südsudan
Von nicht notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten. Die Lage in Sudan, insbesondere mit möglichen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Äthiopien, ist wegen nicht auszuschließender Zwischenfälle und Übergriffe unwägbar. Auch in der Gambella-Region kam es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. DieLage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Von nicht notwendigen Reisen in die Region wird dennoch abgeraten.
Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird deshalb zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt aufgrund der zunehmend angespannten Sicherheitslage auch für die amharische Grenzregion zu Sudan.
Das Grenzgebiet zu Südsudan sollte gemieden werden.
Grenzgebiet zu Kenia
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten. Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch. Es bestehen Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.
Bei unabdingbaren Reisen wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Region). Rund um den Grenzübergang Moyale kam es mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Volksgruppen der Somali- und Oromia Region sowie den Sicherheitskräften, bei denen zahlreiche Todesopfer zu beklagen waren.
Oromo-und Amhara-Regionen
In den Oromo-und Amhara-Regionen kommt es seit der Wahl des neuen Premierministers zunehmend zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen. Reisende sollten besonders vorsichtig sein, Menschenansammlungen meiden und sich tagesaktuell über die Sicherheitslage informieren.
Süd-Omo-Zone
Bei Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, wird dringend empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.
Aufgrund eines bewaffneten Überfalls auf eine europäische Reisegruppe im November 2016 wird empfohlen, Reisen im Gebiet nördlich des Omo-Nationalparks nur mit professionellen Reiseveranstaltern in Begleitung von äthiopischen Sicherheitskräften zu unternehmen. Von Individualreisen in der Region wird abgeraten.
Kriminalität
Überfälle, auch auf ausländische Touristen, können nicht ausgeschlossen werden.
In Addis Abeba kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, ist geboten. Auch in anderen Städten und im Ländlichen kann es zu solchen Straftaten kommen. Zusätzlich kam es gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen nach Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen.
Reisende sollten zudem stets mehrere Kopien ihres Reisepasses mitführen. Jeder Vermieter von Wohnraum und Autovermieter müssen den Behörden Daten ihrer Mieter bzw. Kunden zur Verfügung stellen.
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in der Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Stand: 16. Januar 2019

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.
Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.
Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.
Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.
Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:
- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren
Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern
und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine
vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen
- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle
medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Äthiopien

Aktuelle medizinische Hinweise:
Gelbfieber
Zwischen August und Oktober 2018 sind im Südwesten des Landes (Wolaita Zone, Offa Woreda District) insgesamt ca. 35 Verdachtsfälle von Gelbfieber registriert worden, von denen einige auch laborchemisch bestätigt wurden. Berichtet wird von ca. 10 Todesfällen. Eine Massenimpfkampagne mit Unterstützung der WHO wurde bereits Mitte Oktober initiiert. Seitdem wurden keine neuen Fälle mehr beobachtet. Die Region ist touristisch wenig besucht und liegt in einer Unruheregion. Das Risiko für Reisende ist daher weiterhin als gering anzusehen; die unten angeführten Impfempfehlungen sollten aber beachtet und Moskitoschutzmaßnahmen durchgeführt werden (s.u.).
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de)
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Gelbfieber, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen
Tollwutimmunglobulin ist im Land nicht sicher verfügbar.
Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).
Malaria
Malaria (> 85% Malaria tropica) ist endemisch. Kein bzw. nur ein geringes Risiko besteht in Addis Abeba und Höhenlagen über 2.000 m. In allen anderen Landesteilen besteht ein ganzjähriges relevantes, teilweise hohes Übertragungsrisiko.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
-körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
-tagsüber (Dengue) falls zutreffend und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
-ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.
HIV / AIDS
Die Prävalenz von HIV beträgt in Addis Abeba wahrscheinlich deutlich unter 10 %, im Land deutlich weniger. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Jedes Jahr werden Fälle von akuter wässriger Diarrhö und Cholera gemeldet, teilweise auch im Rahmen größerer Ausbrüche. Beide Erkrankungen sind in Äthiopien endemisch.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.
Eine Impfung ist für Reisende im Normalfall nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit (unter anderem Hirnhautentzündung)
wird hauptsächlich in den Monaten Dezember bis Mai (Trockenzeit) übertragen und tritt vorwiegend im Westen und Süden des Landes auf. Entsprechend der Reiseart und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) indiziert sein.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen. Vom Baden in Süßwassergewässern sollte daher in ganz Äthiopien konsequent abgesehen werden (Flüsse und Seen, insbesondere auch Omo River).
Gifttiere
In allen tropischen und vielen subtropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige „Untermieter“ durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist selbst in Addis Abeba mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch bzw. Französisch sprechende Ärzte. Eine zeitgemäße Notfallversorgung bei z.B. Herzinfarkten oder Schlaganfällen ist häufig nicht vorhanden. Insbesondere bei bekannten Vorerkrankungen sollten Reisen nach Äthiopien auch wegen der Belastungen wie durch die Höhenlage sorgfältig abgewogen werden.
Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Bei einer Evakuierung aus medizinischen Gründen (Rettungsflug) ist mit Verzögerungen aufgrund erheblicher bürokratischer Hemmnisse zu rechnen. Über Flying Doctors (MAISHA) lässt sich eine lokale, ergänzend sinnvolle Evakuierungsversicherung nach Nairobi abschließen.
(unverändert gültig seit 16. Januar 2019)

Gelbfieberimpfung

Gemäß den Informationen des Auswärtigen Amts wird eine Gelbfieberimpfung für alle Reisenden nach Äthiopien empfohlen.
Für Gäste, die eine Verlängerung auf Sansibar gebucht haben, ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.
Eine Gelbfieberimpfung muss bis spätestens 10 Tage vor Reisebeginn erfolgen. Die Gelbfieberimpfung ist in der Regel gut verträglich und wird von hierfür speziell zugelassenen Impfstellen (Tropeninstitute, viele Gesundheitsämter, einige Arztpraxen) angeboten. Wo sich die für Sie nächst gelegene Impfstelle befindet, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt.
Bitte sprechen Sie trotzdem in jedem Fall vor einer Impfung die Frage der persönlichen Impf-Verträglichkeit mit Ihrem Impfarzt ab. Dies gilt insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen und für Personen ab dem 60. Lebensjahr, die bisher noch keine Gelbfieber-Impfung erhalten haben.
Wenn Sie eine Verlängerung auf Sansibar gebucht haben, lassen Sie sich im Fall einer Impfunverträglichkeit bitte von Ihrem Arzt einen Stempel in den Impfpass geben, der die Unverträglichkeit belegt. Bitte führen Sie auch in diesem Fall den Impfpass während der Reise mit sich.

Insektenschutzmittel

Weite Teile Äthiopiens sind wirtschaftlich noch sehr zurückgeblieben und ein großflächiger Einsatz von Insektenschutzmitteln ist unbekannt. Die Insektenfauna ist deshalb vielerorts sehr vielfältig: Läuse, Wanzen, Flöhe, Mücken, Fliegen jeglicher Art sind in Äthiopien noch alltäglich. Bitte stellen Sie sich auf diese Gegebenheiten ein und nehmen Sie ausreichend Abwehrmittel gegen Insekten mit auf die Reise. Vor Ort sind sie kaum erhältlich. Mit entsprechenden Mitteln können Sie sich nicht nur gegen Unannehmlichkeiten schützen, sondern tun damit auch aktiv etwas zur Vermeidung von Infektionen.

Hinweise

Barrierefreiheit: Unsere Reisen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Ob diese Reise dennoch Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, erfragen Sie bitte bei uns.

Veranstalter: Studiosus Reisen München GmbH, Riesstraße 25, 80992 München

Termine

Termine

Äthiopien – Das Dach Afrikas

Teilnehmer: min. max. Dauer: 12 Tage

28.10.2020Mittwoch, 28. Oktober 2020 - Sonntag, 8. November 2020
12 Tage / 11 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 12 Tage

28.10.2020Mittwoch, 28. Oktober 2020 - Sonntag, 8. November 2020
12 Tage / 11 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 12 Tage

04.11.2020Mittwoch, 4. November 2020 - Sonntag, 15. November 2020
12 Tage / 11 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 12 Tage

04.11.2020Mittwoch, 4. November 2020 - Sonntag, 15. November 2020
12 Tage / 11 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 12 Tage

23.12.2020Mittwoch, 23. Dezember 2020 - Sonntag, 3. Januar 2021
12 Tage / 11 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 12 Tage

23.12.2020Mittwoch, 23. Dezember 2020 - Sonntag, 3. Januar 2021
12 Tage / 11 Nächte

 

Links

Tel: 0208-757606

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