... und Action! Wir sind mittendrin in Madagaskar – nicht animiert, sondern original, live und in Farbe. Nachts funkeln uns aus dem Dickicht Tieraugen entgegen, Lemuren schreien im Morgengrauen, das Unterholz lebt und der Ast da drüben ist in echt ein Chamäleon. Fern der Zivilisation springen wir im Tsingy-Nationalpark von Felsnadel zu Felsnadel und spülen uns im Indischen Ozean den Staub der Landstraße von der Haut. Must-have: gute Kondition. Don’t need: hohen Komfort. Eine spektakuläre Na-Tour für echte Entdecker und Abenteurer.

Reisenummer 68184

Themen

Sie finden diese Reise und weitere unter folgenden Kategorien:

Madagaskar – Natur pur auf der Lemuren-Insel Flug mit Air France

  • Rundreise zu den Natur-Highlights Madagaskars
  • In den Nationalparks Lemuren und Chamäleons auf der Spur – tagsüber und nachts
  • Zu den Felsspitzen des Tsingy-Nationalparks
  • Im Einbaum auf dem Fluss Manambolo unterwegs
  • Strandtag am Indischen Ozean
  • Wahlweise Langstreckenflüge mit Air France (16 Reisetage) oder Ethiopian Airlines (17 Reisetage)

 

MAP Karte

Reiseverlauf

1. Tag: FLUG NACH MADAGASKAR

Morgens kurzer Flug nach Paris. Am späten Vormittag Weiterflug mit Air France nach Antananarivo (nonstop, Flugdauer ca. 10,5 Std.). Ankunft am späten Abend und Transfer zum Hotel.

2. Tag: Antananarivo – Andasibepark Zu den Geisterrufern

Zum Frühstück rufen Croissant & Co., dann ruft die Natur! Schon bald fährt der Bus durch üppiges Grüne gen Osten, und Kiady brieft uns für die ersten Begegnungen mit der unglaublich vielfältigen Tierwelt Madagaskars. Die Stars des Andasibe-Nationalpark aber sind die Indris, die größten Lemuren der Insel. Unter dem Pseudonym "Waldgeister" treten die Halbaffen hier auf, bzw. eben nicht – sie zu sehen ist ein echter Glücksfall. Aber wenn die Dämmerung einsetzt und wir ganz still sind, können wir sicher ihren Schreigesang hören. Bei der Nachtwanderung durch den tropischen Regenwald sind wir jedenfalls ganz Ohr …

3. Tag: Andasibepark Madagaskars Tierwelt hautnah

Morgens gleich wieder auf die Pirsch, vielleicht wagt sich der Indri ja heute raus? Und wer enttarnt das Chamäleon zuerst? Kiadys Tipp: Die Bäume sehr genau abscannen! Dabei aber nicht den Boden aus den Augen verlieren – hohe Schlangendichte im dichten Regenwald! Nachmittags rücken wir der Tierwelt anders auf den Pelz: Mit dem Kanu rüber zum Vakona-Reservat und dort die zutraulichen Feuchtnasenaffen auf den Arm nehmen.

4. Tag: Andasibepark - Antsirabé Im Hochland unterwegs

Country roads. Die Tachos ticken hier irgendwie anders … Kopfhörer rein, Lieblingsmusik an und rote Hochlandhäuschen, Reisfelder, Eukalyptusbäume und Ananasplantagen vorbeiziehen lassen. Was sagt Kiady da? Ah – Proviantstopp für frische Früchte! Bei Tana Umstieg auf Geländewagen. Nächster Halt auf dem Weg in den Süden: Ambatolampy. Im Aluminium-Workshop Recycling auf Madagassisch: Wie hier aus Aluresten neue Töpfe gefertigt werden, ist durchaus abenteuerlich. Schließlich erreichen wir den "Ort, in dem es viel Salz gibt", Antsirabé. Bunte Rikschas, palmengesäumte Straßen, alles entschleunigt, alle relaxt. Kiady gibt Dinner-Tipps: Heute mal chinesisch?

5. Tag: Antsirabé - Morondava An den Indischen Ozean

Wir catchen den early bus und holpern vom kühlen Hochland hinunter in die Savanne. Klimawandel in gut: Der Indische Ozean kommt unaufhaltsam näher. Abends Ankunft in Morondava, der kleinen Stadt am Meer. Paradiesisch!

6. Tag: Morondava - Bekopaka Umsteigen in Geländewagen

On and off the road again: Jeep sticht Bus. Erster Stopp, Avenue de Baobab. Die uralten Affenbrotbäume posen im Morgenlicht – und die Fotografen-Konkurrenz schläft noch. In der kleinen Hafenstadt Belo-sur-Tsiribihina Lunchpause, danach die holprige Piste hinauf nach Bekopaka ... Wofür die Strapaze gut ist? "Einmal schlafen, dann versteht ihr es", lächelt Kiady vielversprechend.

7. Tag: Tsingy-Nationalpark Im Reich der Felsspitzen

Equipment-Check – ins Daypack gehören Wasser und Energieriegel, an die Füße Schuhe mit gutem Profil. Der Tsingy-Nationalpark ist echtes Entdeckerterrain, und unsere Wanderung durch den steinernen Wald hat es in sich: Hängebrücken, Felsspalten, Höhlen, immer die rasierklingenscharfen Tsingys, die Kalksteinnadeln, im Blick, mal von oben, mal von unten. Bewohner dieser surrealen Welt: Mungos, Lemuren, Fledermäuse und, und, und. Augen auf! Nach so viel Aufregung kommt der Hotelpool nachmittags gerade recht.

8. Tag: Tsingy-Nationalpark Unterwegs im Einbaum

Kanu in Orange – das Wasser des Manambolo-Flusses leuchtet mit dem bunten Sandstein um die Wette. Sonnendurchfluteter Laubwald, plätschernde Wasserfälle … das perfekte Setting zum Runterkommen! Scout Kiady hat noch mehr Highlights im Rucksack: versteckte Grotten und das berühmte Familiengrab der ersten Bewohner Madagaskars. Am Nachmittag Tour durchs Kalksteinlabyrinth der Kleinen Tsingy. In Sachen Spektakel locker auf Augenhöhe mit gestern, dafür weniger schweißtreibend!

9. Tag: Bekopaka - Morondava Auf der Baobab-Allee

Über Land, Stock und Stein folgen wir dem Rückruf des Indischen Ozeans! Déjà-vu? Nachmittags ist die Baobab-Allee so anders ausgeleuchtet, dass wir sie kaum wiedererkennen. Unterwegs ein stärkender Picknick-Lunch, dann Strand, Mangroven und der Himmel über den Tropen. Da darf der Sundowner echt nicht fehlen.

10. Tag: Morondava Freizeit

Relax on the beach! Der Tag, das Meer, der Strand gehören uns. Der schönste Spot? Kiady schickt uns ans andere Ufer, der Preis ist mit dem Fährmann schnell ausgehandelt, und wir tuckern auf seiner Holzpiroge hinüber. Abends zurück in Morondava: Fangfrisches Seafood und zum Nachtisch Livemusik?

11. Tag: Morondava - Antsirabé Zurück ins Hochland

Der Weg ist das Abenteuer: auf der Landstraße zurück ins Hochland. Frühstart mit vielen Boxenstopps, Kiady kennt die Strecke, die Dörfer und die besten Fotospots, um die verschiedenen Nuancen der roten Insel festzuhalten. Schließlich erreichen wir wieder Antsirabé.

12. Tag: Antsirabé - Ranomafana Im Nebelwald

Green peace im Hochland mit seinen zugewucherten Bergen und steilen Reisterrassen. Wir steigen wieder um auf den Bus, der uns erst mal nach Ambositra bringt. Reserven der heimischen Währung Ariary gezählt: Wenn wir Souvenirs mitnehmen wollen, sind die (Work-)Shops der Kunsthandwerkerstadt genau richtig. Weiter zum Ranomafana-Nationalpark. Geheimnisvoll dunkel und ganz schön feucht umhüllt uns sein Bergnebelwald bei der Abendwanderung, ungebremst optimistisch immer den scheuen Geisterrufern auf der Spur.

13. Tag: Ranomafana-Nationalpark Into the wild

Green soul: Bergauf, bergab streifen wir durch den Nationalpark. Bäche gluckern, Sonnenstrahlen blitzen durch das Dschungeldach – oder der Regenwald macht seinen Job und ein Wolkenguss verpasst uns eine Dusche, den unzählbaren Tieren und Pflanzen ist das Wetter wurst. Ach ja: Lirum, Larum, Lemur – die Chancen stehen hier echt nicht schlecht! Allein unter Bauern Vom großen Wald geht's in ein kleines Dorf, wir werden schon erwartet. Gibt's hier Strom? Was wird angebaut? Wie läuft der Alltag? Beim gemeinsamen Mittagessen mit unseren Gastgebern erfahren wir so manches über ihr bescheidenes Landleben.

14. Tag: Ranomafana - Antananarivo Abschied von unberührter Natur

Unsere Tage als Insulaner sind gezählt, es geht zurück in die Hauptstadt. Beim abendlichen Abschiedsessen in Tana schicken wir unsere Gedanken noch mal retour: auf die Felsnadeln der Tsingy, in Savanne und Hochland … und … wie hoch war jetzt die Lemuren-Trefferquote?

15. Tag: Rückflug von Antananarivo

Last call for shopping auf dem Dike Market in Tana: Noch ein paar Mitbringsel für Freunde und Familie, bevor es zum Flughafen geht? In der Nacht Flug mit Air France nach Paris (nonstop, Flugdauer ca. 11 Std.).

16. Tag: Zurück in Europa

Vormittags Landung in Paris und kurzer Weiterflug. Ankunft nachmittags.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Linienflug (Economy) mit Air France z. B. von Frankfurt oder München nach Antananarivo und zurück sowie Flug- und Sicherheitsgebühren (ca. 160 €); bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Transfers, Ausflüge und Rundreise mit landesüblichen Bussen und Allradfahrzeugen
  • Bootsfahrten lt. Reiseverlauf
  • Unterbringung im Doppelzimmer mit Dusche/Bad/WC in den genannten Hotels
  • Mahlzeiten wie im Tagesprogramm spezifiziert (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen)
  • Nationalparkgebühren
  • Klimaneutrale Bus-/Bahn-/Bootsfahrten
  • Reiseliteratur (ca. 15 €)
  • Deutsch sprechende Marco Polo Reisebegleitung

Nicht enthaltene Extras: Zusätzliche Ausflüge und Veranstaltungen, die als Gelegenheit, Möglichkeit oder Wunsch beschrieben sind.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass und Visum erforderlich, das am Flughafen von Antananarivo ausgestellt wird (ca. 20 €, vor Ort zu zahlen). Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.

Ausrüstung

Ergänzend zu den Kleidungsempfehlungen soll die folgende Liste bei der Zusammenstellung des Gepäcks helfen:

- Tagesrucksack

- 1 Paar feste, gut eingelaufene Schuhe

- 1 warme Jacke oder Pullover

- Badesachen- und schuhe

- Ausreichend Sonnenschutz (Creme, Brille, Hut)

- Insektenschutzmittel

- Reiseapotheke (Heftpflaster, etc.)

- Feuchtigkeits- und Desinfektionstücher

- Staubschutz für Gepäck und Kamera

- Kopf- oder Halstuch gegen Zugluft und Staub

- Regenjacke und evtl. Regenhose

- Taschenlampe mit Ersatzbatterien oder Kopflampe

- Evtl. Schlafsackinlett aus Leinen (aus hyg. Gründen)

- Evtl. ein kleines Kopfkissen

- Evtl. Moskitonetz (teilweise sind in den Hotels Moskitonetze vorhanden, jedoch sind diese nicht immer in dem Zustand, wie man es gerne erwarten würde)

Für diese Reise empfehlen wir eine weiche Reisetasche oder einen Rucksack anstatt eines Hartschalenkoffers. Dies erleichtert das Verstauen des Gepäcks im Bus und im Geländewagen.

Einreisebestimmungen

Für diese Reise benötigen Bürger der Europäischen Union sowie Schweizer Staatsangehörige einen noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepass. Das Visum für die von dir gebuchte Reise wird gegen eine Gebühr von ca. 80 000 MGA (ca. 25 €) vor Ort bei Einreise erteilt.
Dein Reisepass muss über mindestens eine freie Seite verfügen. Diese Visumregelung gilt für alle Nationalitäten.

Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise

Bei Reisen nach Madagaskar bieten wir das Recht, bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf ein anderes Reiseziel bzw. einen anderen Termin umzubuchen.

Sicherheit geht vor!

Wir übersenden dir anbei eine detaillierte Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage deines Reiselandes sowie den aktuell geltenden Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes.

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text erhältst du die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die du auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen findest.
Falls du Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz deiner Gesundheit auf der Reise hast, wende dich bitte an deinen Hausarzt oder an ein Gesundheitsamt in deiner Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachte, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.
Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:
- zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige
eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen;
- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle
medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Gelbfieberimpfung

Wir möchten dich nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die madagassischen Behörden für Reisende aus Europa, die über ein Gelbfieber-Endemiegebiet (z.B. über Äthiopien) nach Madagaskar einreisen den Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangen. Dies gilt neuerdings auch, wenn man sich nur zum Umsteigen / Transit im Gelbfiebergebiet befand.
Eine Gelbfieberimpfung muss bis spätestens 10 Tage vor Reisebeginn erfolgen. Die Gelbfieberimpfung ist in der Regel gut verträglich und wird von hierfür speziell zugelassenen Impfstellen (Tropeninstitute, viele Gesundheitsämter, einige Arztpraxen) angeboten.
Im Falle einer Impf-Unverträglichkeit lass´ dir bitte von einem Arzt einen Stempel in den Impfpass geben, der die Unverträglichkeit belegt. Bitte nimm´ auch in diesem Fall den Impfpass mit auf die Reise.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische HinweiseDie WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind keine verpflichtenden Impfungen erforderlich. Bei der Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet, siehe www.who.int, ist für alle Personen älter als 9 Monate der Nachweis einer einmaligen Gelbfieberimpfung gefordert. Auch bei Transitreisen über die Flughäfen Addis Abeba oder Nairobi kann unabhängig von der Dauer des dortigen Aufenthalts der Gelbfieberimpfnachweis gefordert werden.Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und ggfs. gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose). Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio (Kinderlähmung), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
Dengue-Fieber
Dengue kann landesweit durch tagaktive Mücken übertragen werden. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, s.u..
Näheres finden Sie auch in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes.
Chikungunya-Fieber und andere von Mücken übertragene seltene Erkrankungen
Mit gelegentlichen, zumeist regional begrenzten Ausbrüchen von Chikungunya-Fieber, Rift-Valley-Fieber und West Nile-Fieber muß gerechnet werden. Allen genannten Erkrankungen ist die Übertragung durch Mücken gemein. Eine spezifische Therapie der unterschiedlich schwer verlaufenen Erkrankungen gibt es nicht. Es gilt konsequenten Mückenschutz einzuhalten (s.u.).
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Das Malariarisiko ist im Hochland (Antananarivo) sehr gering (Höhenlage), nimmt in tiefer gelegenen Landesteilen aber deutlich zu. Es gibt ein hohes Infektionsrisiko an der Küste.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist empfohlen.
Näheres finden Sie in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden eine Expositionsprophylaxe empfohlen. Speziell sollte auf folgende Punkte geachtet werden:
- Tragen von körperbedeckender, heller Kleidung (lange Hosen, lange Hemden)
- wiederholtes Auftragen von Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen tagsüber (Dengue!) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria!)
- Schlafen ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
ganztägig (Chikungunya, Dengue) und nachts (Malaria) körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.
HIV/AIDS
Allgemeingültige Daten zur Epidemiologie von HIV/AIDS in Madagaskar sind nicht sicher verfügbar. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko einer HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Weitere InfektionskrankheitenDurchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen – nach Möglichkeit - Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf, siehe Cholera-Merkblatt.
Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderen Expositionen (z.B. Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben.
Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land sinnvoll sein. Das hängt vom persönlichen Reiseprofil des Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropenmediziner dazu wird empfohlen.
Pest
Die Pest ist eine durch den Rattenfloh übertragene bakterielle Erkrankung, die bei rechtzeitiger Diagnosestellung zumeist behandelt werden kann. Die Pest ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die mit Abstand häufigste Form, die Beulenpest, tritt regelmäßig mit bis zu jährlich 500 Fällen in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga und Toamasina auf. Erkrankungszahlen steigen mit dem Beginn der Regenzeit (Oktober bis März), wenn sich Ratten in Menschennähe aufhalten und Rattenflöhe auf den Menschen, die unter einfachsten Bedingungen leben, übergehen. 2017 kam es zu einem ungewöhnlich frühen und großen Ausbruch (auch in der Hauptstadt), bei dem auch viele Fälle der hochansteckenden Lungenpest auftraten. Die Regierung erklärte den Ausbruch im Dezember für beendet, nachdem durch massive Interventionen auch der internationalen Gemeinschaft die Unterbrechung der Infektionsketten erreicht werden konnte. Das äußerst geringe Infektionsrisiko bei bestimmten Risikokonstellationen kann durch das Einhalten von Grundregeln der Prävention weiter minimiert werden, siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht für Touristen beim Baden in Süßwassergewässern, für die Bevölkerung besonders bei Reisanbau im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden. Baden im Salzwasser ist hinsichtlich der Schistosomiasis unproblematisch.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige „Untermieter“ durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach personell, technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Englischsprachiges medizinisches Fachpersonal ist außerhalb der Hauptstadt kaum zu finden. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe www.dtg.org.
Entsprechende Ärzte sind z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. zu finden.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden können nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Die Angaben sind:
- zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
- auf die direkte Einreise aus Deutschland und längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten; für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
- nicht unabhängig von individuellen Verhältnissen des Reisenden zu nutzen; vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Tropenmediziner ist unerlässlich;
- trotz größtmöglicher Bemühungen nicht unbedingt umfassend, genau und aktuell.
Haftungsausschluss
Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.
Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
Auswärtiges AmtKrisenreaktionszentrum11013 BerlinTel.: +49-30-18 17-2000Fax: +49-30-18 17-51000

Hinweise

Barrierefreiheit: Unsere Reisen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Ob diese Reise dennoch Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, erfragen Sie bitte bei uns.

Veranstalter: Studiosus Reisen München GmbH, Riesstraße 25, 80992 München

Termine

Termine

Madagaskar – Natur pur auf der Lemuren-Insel Flug mit Air France

Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

21.05.2020Donnerstag, 21. Mai 2020 - Freitag, 5. Juni 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

21.05.2020Donnerstag, 21. Mai 2020 - Freitag, 5. Juni 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

11.06.2020Donnerstag, 11. Juni 2020 - Freitag, 26. Juni 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

11.06.2020Donnerstag, 11. Juni 2020 - Freitag, 26. Juni 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

16.07.2020Donnerstag, 16. Juli 2020 - Freitag, 31. Juli 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

16.07.2020Donnerstag, 16. Juli 2020 - Freitag, 31. Juli 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

17.09.2020Donnerstag, 17. September 2020 - Freitag, 2. Oktober 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

17.09.2020Donnerstag, 17. September 2020 - Freitag, 2. Oktober 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

08.10.2020Donnerstag, 8. Oktober 2020 - Freitag, 23. Oktober 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

08.10.2020Donnerstag, 8. Oktober 2020 - Freitag, 23. Oktober 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

22.10.2020Donnerstag, 22. Oktober 2020 - Freitag, 6. November 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 16 Tage

22.10.2020Donnerstag, 22. Oktober 2020 - Freitag, 6. November 2020
16 Tage / 15 Nächte

 

Links

Tel: 0208-757606

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